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🔋 70 %-Einspeiseregelung und die LEG – So funktioniert Solarstrom ab 2026

Der Überblick: Was ändert sich ab 2026?
Mit dem Ziel, das Stromnetz zu entlasten und Lastspitzen zu vermeiden, tritt ab 2026 eine neue Einspeiseregelung für PV-Anlagen in Kraft. Neu installierte Anlagen dürfen dann maximal 70 % ihrer DC-Leistung ins öffentliche Netz einspeisen.

Doch diese Einschränkung bedeutet nicht weniger Effizienz – im Gegenteil: Dank neuer Modelle wie der LEG (lokale Elektrizitätsgemeinschaft) wird der lokal erzeugte Strom einfach direkt vor Ort genutzt.

Was zählt nicht als Einspeisung?

âś… Strom, der innerhalb der LEG verbraucht wird
✅ Lokal geteilter Solarstrom, z. B. zwischen mehreren Haushalten oder Gebäuden in der gleichen Gemeinschaft

👉 Das bedeutet: Nur der überschüssige Strom, der nicht lokal genutzt wird, unterliegt der 70 %-Begrenzung.

Wann greift die Begrenzung?

Die Einspeisegrenze tritt nur in Kraft, wenn zu viel Solarstrom produziert wird und dieser nicht direkt in der LEG verbraucht werden kann. Erst dann wird der Überschuss ins öffentliche Netz eingespeist – und dieser darf max. 70 % der Anlagenleistung betragen.

Vorteile fĂĽr Betreiber und BezĂĽger

💡 Höherer Eigenverbrauch
đź’ˇ GĂĽnstigerer Strom fĂĽr alle Beteiligten in der LEG
💡 Entlastung der öffentlichen Netze
đź’ˇ Attraktivere Investitionen in Photovoltaik, weil die Wirtschaftlichkeit durch lokale Nutzung steigt

Was ist eine LEG?

LEG steht für lokale Elektrizitätsgemeinschaft. Sie besteht aus mehreren Produzenten (z. B. Hausbesitzer mit PV-Anlagen), Stromverbrauchern (z. B. Nachbarn oder Betriebe) sowie ggf. Stromspeichern.

Die Mitglieder einer LEG befinden sich in der gleichen Gemeinde oder im gleichen lokalen Netzgebiet – der erzeugte Solarstrom wird gemeinschaftlich genutzt, bevor etwas ins Netz fließt.

âś… Fazit

Die neue 70 %-Regelung ist kein Nachteil, sondern ein Anreiz, Strom lokal zu nutzen – gemeinsam mit Nachbarn, Betrieben oder Familien in der Umgebung. Die LEG macht Solarprojekte nicht nur effizienter, sondern auch sozialer, gerechter und nachhaltiger.

Die Zukunft gehört lokalen Energiegemeinschaften.

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